Walt Whitman: „Wahltag, November 1884“ / „Election Day, November, 1884“

Zitat

Wenn ich, o westliche Welt, deine stärkste Szene
und Aufführung benennen müsste,

Dann wärst du es nicht, Niagara – oder ihr, endlose Prärien –
weder deine riesigen Canyonspalten, Colorado,

Noch du, Yosemite – oder Yellowstone mit seinen spasmisch in den Himmel
schießenden Geysirspalten, auftauchend und wieder verschwindend,

Oder Oregons weiße Bergkegel – oder Hurons mächtiger Seengürtel –
oder der Mississippistrom:

– Die Menschen dieser brodelnden Halbkugel, wie jetzt, würde ich nennen –
die stille kleine Stimme, die zitternde – Amerikas Wahltag.

(Das wichtigste nicht der Gewählte – der Akt die Hauptsache,
die Wahl alle vier Jahre,)

Die Strecke von Nord nach Süd aufgerufen – Meerkante und Binnenland –
von Texas bis Maine – die Prärie-Staaten – Vermont, Virginia, Kalifornien,

Der letzte Stimmzettelregen von Ost nach West – das Paradox und der Konflikt,

Die unzähligen Schneeflocken fallen – (ein schwertloser Konflikt,

Doch wichtiger als alle Kriege Roms im Altertum oder die modernen Napoleons:)
die friedliche Wahl aller,

Ob gute oder böse Menschen – sie heißt Zwielichtige, Abschaum willkommen:

– Schäumt und fermentiert der Wein? er dient der Reinigung –
wenn das Herz japst, glüht das Leben:

Diese Sturmböen und Winde tragen kostbare Schiffe dahin,

Blähten die Segel von Washington, Jefferson, Lincoln.

Aus dem Amerikanischen von Jürgen Brôcan.

***

Das Kalifat des Schreckens. “ttt” 1. Februar 2015, 23.05 Uhr, HR

Das Kalifat des Schreckens  und Menschenrechte
“ttt” 1. Februar 2015, 23.05 Uhr, HR

“München (ots) – Geplante Themen:

Der Islam gehört zu Deutschland – aber welcher? “ttt” über die fehlende Kritik am Koran

Der Islam gehört zu Deutschland, sagt nicht nur die Kanzlerin. Aber auf welche Weise gehört der Glaube in eine demokratische Gesellschaft? Der Islam ist eine Welt-Religion, wie das Christentum. Religion aber ist in unserer Demokratie reine Privatsache, eine Angelegenheit, die jeder halten kann, wie er möchte. Die Gesetze und Regeln unseres Zusammenlebens bestimmen nicht “göttliche“, sondern von Menschen gemachte Gesetze – die Menschenrechte, die Garantie von Freiheit und Gleichheit. “Gegen die Religion, die seit je immer wieder der Bemäntelung irdischer Absichten und irdischer Herrschaft dient,

Weiterlesen