{"id":4819,"date":"2019-04-08T20:00:38","date_gmt":"2019-04-08T18:00:38","guid":{"rendered":"http:\/\/sven-teuber.info\/wordpress\/?p=4819"},"modified":"2019-04-09T19:54:51","modified_gmt":"2019-04-09T17:54:51","slug":"coexist-with-humans-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sven-teuber.info\/wordpress\/coexist-with-humans-8\/","title":{"rendered":"Coexist with humans (8)"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1417\" height=\"2130\" data-attachment-id=\"4821\" data-permalink=\"https:\/\/sven-teuber.info\/wordpress\/coexist-with-humans-8\/shot-20190331-214512\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Shot-20190331-214512.jpg?fit=1417%2C2130&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1417,2130\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Shot-20190331-214512\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Shot-20190331-214512.jpg?fit=584%2C878&amp;ssl=1\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Shot-20190331-214512.jpg?fit=584%2C878\" alt=\"\" class=\"wp-image-4821\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Shot-20190331-214512.jpg?w=1417&amp;ssl=1 1417w, https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Shot-20190331-214512.jpg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Shot-20190331-214512.jpg?resize=768%2C1154&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Shot-20190331-214512.jpg?resize=681%2C1024&amp;ssl=1 681w, https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Shot-20190331-214512.jpg?resize=160%2C240&amp;ssl=1 160w, https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Shot-20190331-214512.jpg?w=1168&amp;ssl=1 1168w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><figcaption>ST, 2019, Title: Coexist with humans (8)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Der Gottesalgorithmus?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<a aria-label=\"Gott wohnt in Br\u00fcssel (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.srf.ch\/kultur\/film-serien\/gott-lebt-in-bruessel-und-er-traegt-bademantel\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gott wohnt in Br\u00fcssel<\/a>.\u201c Er lebt dort mit seiner Frau und seiner Tochter. Von einem gro\u00dfen Computer aus verfasst er die Gebote und verwaltet das Leben der Menschen. Dies zumindest l\u00e4sst der Film \u201eDas brandneue Testament\u201c glauben. Mit dem technischen Fortschritt erweitern sich auch die M\u00f6glichkeiten der Suche nach dem G\u00f6ttlichen, dem spirituellen Kern der Dinge. Darum haben wir uns auf eine digitale Reise zum Sinn des Lebens gemacht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Alles ist relativ \u201eg\u00f6ttlich\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hoch oben auf dem Olymp, da sollen sie regieren, die G\u00f6tter. In Walhalla feiern sie gro\u00dfe Feste oder schicken Plagen aus den Tiefen der Erde. Menschen sind auf den Olymp gestiegen, drangen immer tiefer zum Erdkern vor, die Welt war nicht genug. \u201eIch bin durch den Weltraum geflogen, aber Gott habe ich dort nicht gesehen\u201c, konstatierte der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch im All. Vielleicht suchen wir aber an den falschen Stellen. Denn was ist das \u201eG\u00f6ttliche\u201c, was ist der Kern, der die Welt im innersten zusammenh\u00e4lt?<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Erforschung dieses Kerns hat sich das Genfer Forschungsinstitut CERN verschrieben. Seit seiner Gr\u00fcndung 1957 besch\u00e4ftigt sich das gr\u00f6\u00dfte Forschungsinstitut Europas mit Fragen der Kernphysik und dringt, auf der Suche nach dem \u201eGottesteilchen\u201c, in den Mikrokosmos vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Anfang war die Erde w\u00fcst und leer. Nicht ganz: Am Anfang war das <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9uUAKspG6vU\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Higgsfeld,<\/a> wie Quantenphysiker des CERN vermuten. Warum die Menschen verschieden sind, haben sich nicht nur die Philosophen gefragt. Auf gleiche Weise sind Atome verschieden, haben unterschiedliche Massen. Was gibt ihnen ihre Massen? Warum sind die Dinge so wie sie sind?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Higgsfeld kann als eine Party in London Downing Street verstanden werden. Ein Raum ist gleichm\u00e4\u00dfig verteilt mit Partyg\u00e4sten. Pl\u00f6tzlich betritt der Premierminister den Raum. Alle Anh\u00e4nger und G\u00fcnstlinge scharen sich um ihn. Es wird immer schwerer f\u00fcr ihn, durchzukommen, der Premierminister wird tr\u00e4ge. Betritt pl\u00f6tzlich hingegen der Oppositionsf\u00fchrer den Raum, so wenden sich alle von ihm ab. M\u00fchelos kann er den Raum durchqueren. Tr\u00e4gheit ist gleich Masse. Ob das Extra-Pfund auf der Waage oder die Tonnen-Fracht eines LKWs \u2013 das <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RIg1Vh7uPyw\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Higgsteilchen<\/a> soll erkl\u00e4ren, warum die Grundbausteine des Lebens so sind wie sie sind. Gelingt es dieses Teilchen zu finden, w\u00e4re die Wissenschaft nahe dem Urknall angelangt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wo liegt der Kern des Internet?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Produkt dieser Forschungen ist das Internet. Der britische Forscher Tim Berners-Lee erfand Ende der 1980er Jahre im CERN ein Textverarbeitungsprogramm namens Enquire. Damit lie\u00dfen sich Notizen, Adressen, kurze Informationen speichern und verlinken. Vor und zur\u00fcck surfen, dies war die Geburtstunde des Internet. Einheitliche Standards f\u00fcr die Kommunikation, das http-Protokoll, Adressen URL und eine Auszeichnungssprache HTML, legten die Basis des World Wide Web. Die <a href=\"http:\/\/info.cern.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">erste Website<\/a> ging am 13. November 1990 online. Nicht nur Wissenschaftler, sondern die gesamte Menschheit, mit inzwischen Milliarden von Usern, bekam ein neues Mittel, um miteinander zu kommunizieren, Wissen und Ideen auszutauschen und \u00fcber unsere Existenz auf diesem blauen Planeten zu diskutieren. Vor wenigen Jahren vermutete man wahrscheinlich sogar, das Higgsteilchen gefunden zu haben. Aber immer noch herrschen Kriege, Hungersn\u00f6te und Gewalt. Ist das \u201eG\u00f6ttliche\u201c also nur ein Produkt der bl\u00fchenden Phantasie des Menschen?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ist das \u201eG\u00f6ttliche\u201c nur ein Hirngespinst?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht sieht die Neurotheologie Licht am Ende des Tunnels. Der kanadische Neurowissenschaftler Michael Persinger entwickelte einen \u201eGotteshelm\u201c, der bestimmte Hirnregionen von Probanden elektrisch stimuliert. Daraufhin berichteten die Versuchspersonen von \u00fcbersinnlichen Erfahrungen \u2013 wie die Anwesenheit einer h\u00f6heren Existenz zu sp\u00fcren, eine fremde Stimme zu h\u00f6ren oder sogar von Zust\u00e4nden der Angst und Ohnmacht. Diese Zust\u00e4nde hielten nach Ende des Versuchs teilweise noch an. Untersuchungen mit buddhistischen M\u00f6nchen und katholischen Nonnen im Kernspintomographen lieferten \u00e4hnliche Ergebnisse. Die Versuchsteilnehmer berichteten davon, im Nichts (Nirwana) aufzugehen, oder von der Anwesenheit Gottes. W\u00e4hrend der Scheitellappen besonders aktiv war, wurde das Zentrum f\u00fcr die Wahrnehmung von Raum und Zeit vermutlich deaktiviert. Hierin sieht der Biologie Andrew Newberg den Grund f\u00fcr die transzendentale Erfahrung der Geistlichen. Wer sich selbst auf diese Reise begeben m\u00f6chte, der Helm ist k\u00e4uflich im Onlineshop von <a href=\"https:\/\/www.shaktitechnology.com\/god-helmet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Shakti Technology<\/a> zu erwerben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neurowissenschaftler haben bereits viele Regionen des menschlichen Gehirns untersucht und kartiert. Nur in ein R\u00f6hrchen gespuckt, dann k\u00f6nnen User durch ihr eigene <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/dns-analyse-online-surfen-im-erbgut-1.284406\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erbmasse am Rechner surfen<\/a>. In der F\u00e4higkeit des Menschen, sich immer wieder neu anzupassen, sehen die Evolutionsbiologen den Erfolg der menschlichen Spezies. Insbesondere die F\u00e4higkeit, Sinneseindr\u00fccke wahrzunehmen, aufzunehmen und zu bestimmten Mustern zusammenzuf\u00fcgen, begr\u00fcndenden Erfolg der menschlichen Evolution. Heute sind \u201eMuster\u201c unter anderem als Memes im Netz vorzufinden. Der Theorie des Evolutionsbiologen Richard Dawkins zufolge w\u00fcrden sich solche Verhaltensweisen erfolgreich durchsetzen, die das Genom der Menschen \u00fcbergehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnlich wie bestimmte religi\u00f6se Symbole und Verhaltensweisen f\u00fcr die Interpretation der Welt herangezogen werden, werden heute Katzenvideos und andere virale Klassikergeteilt und im kollektiven Ged\u00e4chtnis der ganzen Internetgemeinde gespeichert. Religion sei damit nichts weiter als ein Produkt erfolgreicher Verhaltensweisen, kurz: Memes.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Reicht ein n\u00fcchterner Blick?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem stimmt die virtuelle Gemeinde der \u201e<a href=\"http:\/\/www.churchofvirus.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Church of Virus<\/a>\u201c zu. Zeitgleich mit der Ausbreitung des Internet hat sie sich auf ihre digitale Mission begeben. Als einzigen Heiligen verehren sie Charles Darwin, den Begr\u00fcnder der Evolutionstheorie. Die Neurotheologie ist zentrale Glaubensbasis dieser Gemeinschaft. Demnach sei der Glaube an eine h\u00f6here Existenz mit der Bezeichnung \u201eGott\u201c lediglich das Produkt eines \u00dcberlebensvorteils der Spezies Mensch. Die \u201etraditionellen\u201c Religionen seien \u00fcberholt, S\u00fcnde sei der Glaube an eine h\u00f6here transzendentale Kraft. Die Tugend der frommen Gl\u00e4ubigen der Church of Virus bestehe nur in einem klaren n\u00fcchternen Rationalismus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch ist alles wirklich mit einem n\u00fcchternen Rationalismus erkl\u00e4rbar?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Noetik und die verborgene Kraft des Bewusstseins<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist das Internet? T\u00e4glich nutzen Milliarden Menschen diese Technologie, doch bewusst eine Definition ist angesichts der zunehmenden Komplexit\u00e4t kaum mehr zu fassen. Frei nach Hegel kann das Internet als eine Weltseele im platonischen Sinne, also ein Geist, verstanden werden, der sich noch sich selbst bewusst werden muss, was er sein will. Im Gegensatz zu Platons Weltseele ist das Internet jedoch, \u00e4hnlich dem Contract Social, ein Bewusstsein, welches durch Menschenhand geschaffen wurde. Erst durch die Gemeinschaft der Netzgemeinde existiert das Internet als globales digitales Netzwerk.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insofern ist das Internet eine Ansammlung von Informationen, ein komplexes System aus Prozessen. Es existiert fernab des Zutuns eines einzelnen Surfers, ist aber permanent pr\u00e4sent. Es ist etwas materiell kaum mehr begreifbares, wie nicht nur <a href=\"http:\/\/politik-digital.de\/news\/mein-internet-mein-fenster-zur-welt-149159\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">meine Oma (91) als Internetabstinente<\/a> in einem Gespr\u00e4ch meinte. Ab hier beginnt ein wissenschaftlich umstrittenes Feld der Noetik. Abgeleitet vom griechischen Wort Nous f\u00fcr Verstand bzw. Noesis f\u00fcr Denkt\u00e4tigkeit besch\u00e4ftigt sich diese Wissenschaft mit den Grenzen des menschlichen Bewusstseins und geht sogar \u00fcber sie hinaus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00fc\u00dfe aus der Noosph\u00e4re<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bewusstsein und sein Potenzial sind es, was die Noetik umtreibt. Trotz modernster Messmethoden geschehen noch \u201eWunder\u201c. Warum bekommt man pl\u00f6tzlich einen Anruf von einer Person, an die man gerade denkt? Warum scheint das gemeinsame Liken und Posten uns gl\u00fccklich zu machen, Trauer und Schmerz zu lindern? Auch das Potenzial der \u201eIntentionalit\u00e4t\u201c, also der Erforschung des Einflusses von bewussten Gedanken auf ein physisches System, ist Forschungsgebiet der Noetik. In anderen Worten: Wenn ich einen Lichtschalter bet\u00e4tige, so geht das Licht an. Kann ich aber auch nur durch meine Gedanken den Stromkreis zum Laufen bringen; ein Licht aufgehen lassen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Begonnen haben die neurowissenschaftlichen Forschungen nach dem Erlebnis des Apollo14 Astronauten Edgar Mitchell und sp\u00e4teren Gr\u00fcnder des Insitute of Noetic Science. Er beschrieb w\u00e4hrend des R\u00fcckflugs auf die Erde das Gef\u00fchl, pl\u00f6tzlich Teil eines gro\u00dfen Ganzen zu sein. Dieses gro\u00dfe Ganze erforschte erstmals das Princeton University\u00b4s Engineering Anamolies Research Laboratory, kurz PEAR.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Probanden bekamen eine lose Folge von 200 zuf\u00e4lligen Bit-Sequenzen, also eine Reihenfolge von Nullen und Einsen, die sie mit einem Schalter bet\u00e4tigen konnten. Aufgabe der Probanden war es, nur durch ihren Willen (Intentionalit\u00e4t) die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cnvJfkI5NVc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">zuf\u00e4llige Abfolge zu beeinflussen<\/a>. Seit 1998 gibt es im <a href=\"http:\/\/noosphere.princeton.edu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Global Consciousness Project<\/a> \u00fcber 50 dieser Apparaturen in den gesamten Vereinigten Staaten verteilt, welche bis zu drei Milliarden dieser Bit-Sequenzen pro Tag produzieren und direkt durch das Internet nach Princeton weiterleiten. Insbesondere bei gro\u00dfen globalen Ereignissen \u2013 wie Naturkatastrophen, Terroranschl\u00e4gen, aber auch Sportveranstaltungen oder religi\u00f6sen Gro\u00dfereignissen \u2013 meinen die Noetiker, markante Abweichungen vom Zufall der Bit-Sequenzen wahrzunehmen. Hierin sehen sie einen Beweis f\u00fcr ein globales menschliches Bewusstsein, welches die Menschheit beeinflusst und lenkt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, durch unser Bewusstsein k\u00f6nnten wir unser Schicksal selbst beeinflussen wie Dean Radin, Mitglied des Institute of Noetic Science, meint. Daraus schlie\u00dft er, ein einzelner Gedanke sei nur ein Tropfen im Ozean. D\u00e4chten aber viele Menschen denselben Gedanken, so h\u00e4tte dies Einfluss auf jeden Menschen. In dem, was religi\u00f6se Menschen als \u201eg\u00f6ttlich\u201c bezeichnen, sehen die Noetiker das Bewusstsein als die sch\u00f6pferische einende Kraft der Menschen. Dem Glauben zu schenken, f\u00e4llt angesichts der Unvorstellbarkeit und durchaus wissenschaftlich umstrittenen Methodik der Noetik nicht leicht. Ob die weltweite Vernetzung der Menschheit durch das Internet, die schnellere \u00dcbertragung von Informationen und Nachrichten, Antworten auf die Frage nach dem \u201eglobalen Bewusstsein\u201c der Menschen finden kann, bleibt weiterhin offen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wozu braucht es noch \u201eGott\u201c?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch suche Gott. Ich suche Gott\u201c schreibt der Nihilist Friedrich Nietzsche. Vielleicht k\u00f6nnen wir das \u201eG\u00f6ttliche\u201c gar nicht finden? Zumindest die evolution\u00e4ren Humanisten oder Transhumanisten gehen davon aus, dass der Mensch nur ein Zufallsprodukt auf dem Staubkorn Erde mitten in den unendlichen Weiten des Weltalls ist. Traditionen und Religionen seien nur ein Produkt der Evolution, der Mensch selbst nicht mehr als ein \u201ezivilisiertes\u201c Tier. Viel eher st\u00fcnden diese traditionellen \u201eWurzeln\u201c der modernen Gesellschaft dem Menschen im Wege. Der Begr\u00fcnder des Transhumanismus und erste Generalsekret\u00e4r der UNESCO, Julian Huxley, formulierte dies so: \u201cIt has defined man\u2019s responsibility and destiny\u2014to be an agent for the rest of the world in the job of realizing its inherent potentialities as fully as possible\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Streben nach einer stetigen Verbesserung ist Kern des <a href=\"http:\/\/politik-digital.de\/news\/human-enhancement-und-die-kuenstliche-verbesserung-des-menschenschoener-schneller-klueger-148808\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Transhumanismus<\/a>. Technik soll dem Menschen helfen, stets ein gr\u00f6\u00dferes Potenzial auszusch\u00f6pfen. Als Beispiel f\u00fcr die Verschmelzung von Mensch und Technik l\u00e4sst sich das Smartphone anf\u00fchren. Ist unser digitaler Begleiter einmal nicht verf\u00fcgbar, so haben deren Besitzer h\u00e4ufig das Gef\u00fchl, etwas fehlt. Moderne Technologien k\u00f6nnen Taube wieder h\u00f6ren und Blinde wieder sehen lassen Doch nicht nur Krankheiten sollen geheilt werden, auch Gesunde sollen die Grenzen ihres Leistungsverm\u00f6gens hinausschieben k\u00f6nnen. An diesem Fortschritt m\u00fcsse die gesamte Menschheit teilhaben. Die <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/cyborgfoundation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Cyborg Foundation<\/a> setzt sich f\u00fcr das \u201eMenschenrecht\u201c ein, dass jeder die M\u00f6glichkeit habe, zu einem Maschinenmenschen bzw. Cyborg zu werden. \u201eIch glaube an den Menschen, den Sch\u00f6pfer der Kunst und Entdecker unbekannter Welten\u201c, lautet das Glaubensbekenntnis dieser Technikoptimisten. In einer solchen Welt solle Wissenschaft die Fakten liefern, Philosophie sie ordnen und Kunst die Erkenntnis ausdr\u00fccken, wie auf den Seiten der transhumanistischen <a href=\"http:\/\/www.giordano-bruno-stiftung.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Giordano Bruno Stiftung Deutschland<\/a> zu lesen ist. Der Mensch solle sich als eigenst\u00e4ndiges Lebewesen begreifen, das sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Autorit\u00e4re Strukturen, biologische Grenzen bis hin zum Tod sollen \u00fcberwunden werden. Jedoch besteht die Gefahr dieser ambitionierten Absichten darin, den Menschen zu vergessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder Einzelne wird gezwungen, den technischen Fortschritt mitzumachen. Gelten Menschen ohne Smartphone momentan noch als \u201enur\u201c r\u00fcckschrittlich, k\u00f6nnten sie in wenigen Jahren die Teilhabe am sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben aufs Spiel setzen. Bereits heute werden Menschen auf Eis gelegt, lassen sich kryogenisch einfrieren \u2013 in der Hoffnung auf Heilung in einer fernen Zukunft. Der Mensch \u00fcberwindet seine nat\u00fcrlichen, durch die Biologie gesetzten, Grenzen und kann durch neue Bauteile sein Leben immer mehr verl\u00e4ngern. In Zukunft, vermuten Wissenschaftler, k\u00f6nnte es m\u00f6glich sein, die gesamte Pers\u00f6nlichkeit eines Menschen digital zu speichern. Solche digitalen Identit\u00e4ten k\u00f6nnten dann in verschiedene digitale Welten geladen werden. Der Wechsel des Geschlechts, des Alters und der biologischen Beschaffenheit w\u00e4ren damit kein Problem mehr. An dieser Stelle h\u00e4tte der Mensch alle seine nat\u00fcrlichen Grenzen \u00fcberschritten und letztlich sich selbst als Mensch \u00fcberwunden. Die Frage bei allem technischen Fortschritt und des Technikoptimismus an die Transhumanisten ist also schlicht: \u201eWo bleibt der Mensch?\u201c \u201eDenn der Mensch hei\u00dft Mensch, weil er hofft und liebt, weil er mitf\u00fchlt und vergibt, weil er lacht und weil er lebt\u201c, wie der Musiker Herbert Gr\u00f6nemeyer in seinem Song \u201eMensch\u201c festh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wenn Geistliche forschen, beginnen Wissenschaftler zu glauben<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch finde, dass Religion ebenso wenig in der Schule unterrichtet werden sollte, wie <em>Wissenschaftler in der Kirche dozieren<\/em> sollten\u201c, meint die Mustersch\u00fclerin Lisa Simpson. Noch immer liefern sich Wissenschaft und Glaube, sogar verschiedene Glaubensrichtungen untereinander, einen erbitterten Kampf um die \u201eWahrheit\u201c. Es bleibt dem Leser \u00fcberlassen, sich ein eigenes Urteil \u00fcber die vorgebrachten Ans\u00e4tze und Theorien zu bilden. Jedoch k\u00f6nnen alle Seiten voneinander lernen und profitieren, sich unterst\u00fctzen. Dazu muss nur die Chemie stimmen. Dem w\u00fcrde Papst Franziskus I. als Chemiker sicher zustimmen. Es gibt nicht eine letzte \u201eWahrheit\u201c, es gibt nur verschiedene Wege, sich dieser zu n\u00e4hern. Menschen sind verschieden, sie glauben, sie glauben nicht und treten mal mehr und mal weniger f\u00fcr ihre \u00dcberzeugungen ein. So verschieden die Ansichten auch sind, eint sie doch alle der Wunsch nach einer besseren Welt. Ob wir es Gottesdienst, Ritual oder Flashmob nennen, Gemeinschaft tut nachweichlich Jedem gut, ist Grundlage unserer eigenen Existenz als soziale Wesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moderne Kommunikationen haben eine neue Verbindung der Menschheit geschaffen, die uns einander n\u00e4her bringen, Verst\u00e4ndnis und Menschlichkeit unter den Bewohnern dieses blauen Planeten befl\u00fcgeln k\u00f6nnte. Wie Charlie Chaplin in seiner Rede an die Menschheit fordert:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen. Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und G\u00fcte. Ohne Menschlichkeit und N\u00e4chstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">von <a href=\"https:\/\/politik-digital.de\/user\/sraab\/\">Stephan Raab<\/a><br \/><br \/>Quelle: <a href=\"https:\/\/politik-digital.de\/news\/der-gottesalgorithmus-digitale-suche-nach-dem-goettlichen-150280\/\">https:\/\/politik-digital.de\/news\/der-gottesalgorithmus-digitale-suche-nach-dem-goettlichen-150280\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"584\" height=\"102\" data-attachment-id=\"4767\" data-permalink=\"https:\/\/sven-teuber.info\/wordpress\/coexist-with-humans-4\/cc-lizenz-630x11011\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/CC-Lizenz-630x11011.png?fit=630%2C110&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"630,110\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"CC-Lizenz-630&amp;#215;11011\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/CC-Lizenz-630x11011.png?fit=584%2C102&amp;ssl=1\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/CC-Lizenz-630x11011.png?resize=584%2C102&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-4767\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/CC-Lizenz-630x11011.png?resize=630%2C11011&amp;ssl=1 630w, https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/CC-Lizenz-630x11011.png?resize=300%2C52&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/sven-teuber.info\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/CC-Lizenz-630x11011.png?resize=500%2C87&amp;ssl=1 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gottesalgorithmus? \u201eGott wohnt in Br\u00fcssel.\u201c Er lebt dort mit seiner Frau und seiner Tochter. 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